Was ich gerade lese...

Jetzt habe ich doch glatt vergessen, meine letzte private Lektüre hier einzustellen, dabei habe ich inzwischen schon den nächsten Roman angefangen, „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq – ob der mir gefällt, kann ich allerdings noch gar nicht sagen.

files/AstridFritz/Bilder Extras/Lektuere Nothomb.jpgAber zurück zu meiner letzten Lektüre. Den Roman „Die Reinheit des Mörders“ der belgischen Bestsellerautorin Amélie Nothomb habe ich regelrecht verschlungen, was viel heißt bei mir, die ich abends grad mal vier, fünf Seiten vorm Einschlafen schaffe. Und das auch noch bei einer Art Dialog-Roman, was sonst gar nicht so mein Geschmack ist. Aber die Dialoge, hinter denen die Handlung quasi versteckt ist, sind flüssig zu lesen, mal bösartig und schockierend, mal skurril und frech, dann wieder zart und liebevoll.

Für mich als Autorin ist allein schon das Thema klasse: Es geht um einen weltberühmten alten Schriftsteller, der nur noch zwei Monate zu leben hat. Dieser bärbeißige, ebenso menschen- wie frauenverachtende Mann gewährt gnädig und sehr von oben herab fünf Journalisten ein Interview. Die ersten vier (Männer) schlägt er quasi in die Flucht, wobei Medien und Literaturbetrieb wunderbar bissig aufs Korn genommen werden. Als fünftes schließlich erscheint zum Ärger dieses Frauenfeinds ausgerechnet eine Journalistin, doch sie schafft es, seine Mauer zu durchbrechen und ihm sein Lebensgeheimnis zu entlocken.

Amélie Nothomb: „Die Reinheit des Mörders“. 224 Seiten

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